Freitag, 16. Oktober 2009

Goodbye ONOWAY

Edmonton, 16. Oktober 2009, 14 Uhr

Vom tränenreichen Abschied an der Onoway Highschool erholt, befinden wir uns gerade am International Airport in Edmonton und warten auf den Inlandsflug nach Calgary.




jp.


Gruesse:
Celine: Ich gruesse meinen Papa!
Sophia: Ich danke meinen Eltern, die mir diese Reise finanziert haben.
Inga: Viele Gruesse an meine Eltern und an Flora.

Donnerstag, 15. Oktober 2009

Letzter voller Tag

Donnerstag, 15.Oktober 2009









"Cosmetology"- und "Mechanics"-Unterricht bedeutete an diesem letzten, tatsächlich vollgepackten Tag, dass sich zwei Gruppen bildeten, von denen die eine die Aufgabe hatte, in der Partnerschule Grundfertigkeiten des Friseurhandwerks zu erlernen (was sich bei einigen sichtbar niederschlug) , und die andere, einen Motor auseinander und wieder zusammen zu bauen.
Im Anschluss daran wurden wir von der "Hauswirtschaftsklasse" mit überbackenen Nachos verwöhnt.
Das Onoway-Museum war denn am Nachmittag nicht ganz so ermüdend wie befürchtet. Mr. Slemko, dem Museumsleiter, und Mr. Hetherington gelang es, den kurzen Rundgang aufmunternd zu gestalten. Im kleinen Schulsaal konnten wir das Schulbankdrücken wörtlich nachvollziehen.
Zur vollständigen Auswertung der Ralley aus der Vorwoche musste die deutsche Gruppe, diesmal ganz auf sich alleine gestellt, zehn weitere Fragen beantworten. Vielleicht wurden hier die Fähigkeiten der "smartest students of Goetheschule" denn doch etwas überschätzt, denn die Trefferquote bei den Fragen, die auf die Namen verschiedener Personen abzielten, die im Verlauf der Woche mit uns zu tun hatten, war sehr überschaubar. Das liegt aber tatsächlich auch an der sehr großen Bandbreite der Namensherkunft, auf die man hier in Kanada immer wieder stoßen kann.

Der Abend stand dann im Zeichen eines Festessens, einiger kurzer Reden und vor allem eines Spielewettbewerbs, in welchem 7 Gruppen gegeneinander um Punkte kämpften.
Die Bilder geben einen kleinen Ausschnitt von dem wieder, was in der Turnhalle der OHS so alles bewältigt werden musste. Stolz auf seine Akteure kann Dieburg insbesondere in der Disziplin Hoolahup-Reifen sein: gleich drei von ihnen mussten letztlich "ausgebremst" werden, um den Zeitrahmen nicht ins Uferlose entgleiten zu lassen. Auch im "Handtaschentragen" kamen versteckte Talente tatkräftig zum Vorschein. Und eine "Dieburger Nachwuchsingenieurin" war es, die einen in Minutenschnelle gebastelten Flieger über die weiteste Strecke fliegen lassen konnte.

Möge nun jeder mit Bedacht sein ganzes Gepäck verstauen, um nicht Wichtiges zu vergessen. Andererseits: es könnte in 176 Tagen wieder auftauchen.
Dann ist nämlich der Freitag, der 9. April 2010, an dessen Nachmittag ein Bus mit den kanadischen Austauschschülern und -lehrern zum Gegenbesuch (bis Sa, 17.04.2010) an der Goetheschule ankommen wird.

So long!

jp

Flugplan

Die letzten Stunden sind gezählt - bis es zum Wiedersehen mit Familien und Freunden am Frankfurter Flughafen kommen wird.

Am heutigen Donnerstag steht "Extra-Unterricht" in Kosmetik und Mechanik auf dem Plan. Gegen 13 Uhr soll der Besuch im ortsansässigen Museum nachgeholt werden.
Um 17:15 Uhr beginnt die Abschlussfeier in der Mensa der OHS.

Am Freitag (16. Okt.) trifft sich die deutsche Truppe samt Gepäck spätestens um 10:30 Uhr in der Schule. Hoffentlich wird keines der großen Gepäckstücke auf über 23 kg zugenommen haben. Man darf allerdings auch noch 2 kleine Taschen zu je 10 kg mit an Board nehmen, die dann allerdings auch ein bisschen (z.B. während des Zwischenstopps in Calgary) herumgetragen werden wollen.
Nach der Beladung des Schulbusses und der Verabschiedung der Gastgeschwister wird sich der Bus am Freitag gegen 11 Uhr an der OHS in Bewegeung setzen und den Flughafen in Edmonton ansteuern.

EDMONTON nach CALGARY: AC 8151: 16:00 - 16:46 Uhr

CALGARY nach FRANKFURT: AC 844: 17:55 - Samstag, 17. Okt. 11:20 Uhr
(jeweils Ortszeit)

FRANKFURT nach HOME: Eltern holen in Eigenregie ab.

Auf der Strecke Calgary - Frankfurt haben wir einen baugleichen Airbus 330 und die gleichen ersten Sitzplätze wie auf dem Hinflug. Der Reisepass muss griffbereit sein. Außerdem gelten die gleichen Sicherheitsbestimmungen wie auf dem Hinflug. Wer also im Airport Calgary evtl. seine letzten Dollar in Ahornsirup umtauschen möchte, muss die 100 ml - Grenze beachten und eine Klarsichttüte haben.

"Have a safe journey!"

jp

Mittwoch, 14. Oktober 2009

Provincial Legislature & Royal Alberta Museum

Mittwoch, 14. Oktober 2009

Der heutige Tagesausflug führte uns zunächst ins Provinzparlament Alberta. Hier wurden wir von einer sehr freundlichen Führerin empfangen. Nachdem sie uns einige Regeln für unseren Aufenthalt im Parlament erklärt hatte (z.B. ruhig verhalten und auf den Treppen in einer "Einerreihe" laufen), begann unsere Tour durch das atemberaubende Gebäude (ausgestattet z.B. mit über 2000 Tonnen Marmor).















Wir trafen den für Onoway und Umgebung zuständigen MLA (eine Art Landtagsabgeordneter) und machten ein Gruppenfoto mit ihm.
Danach hatten wir 45 Minuten Zeit für eine Lunchpause.









Unweit des Parlaments befindet sich das Royal Alberta Museum, in dem eine weitere Führung auf uns wartete. Hier bekamen wir nähere Einblicke in das Leben der "first nation people" (politisch inkorrekt "Indianer" genannt) und ihrer Konflikte mit den europäischen Einwanderern aus dem Osten wie auch mit anderen einheimischen Gruppen. Durch nachgebaute Alltagsszenen konnten wir fast hautnah "dabeisein".
Auf dem Heimweg von Edmonton nach Onoway stoppte unser Busfahrer und besorgte icecreme für alle.

L.K. & S.K.

Dienstag, 13. Oktober 2009

Fort Edmonton Park










Unser heutiger Ausflug ging in den Fort Edmonton Park, einem Living History Museum um die Zeit von 1885, in dem wir viele verschiedene Aktivitäten selbst ausüben durften. Zuerst wurden wir in ein Gebaäude geführt, in welchem viele Stapel von Tierfrellen lagen, die dort verkauft bzw. getauscht wurden. Der Anblick mancher Felle war etwas abstoßend, da man teilweise noch sehen konnte, wo Augen und Ohren gewesen sein mussten.
Das Haus, das wir als nächstes besichtigten, gehörte dem früheren Besitzer Rowand, der auch der Leiter des ganzen Forts war. Unsere Rundführerin stellte und in diesem Haus Fragen, die Antworten mussten wir bei unserem Rundgang durch das Haus suchen. Auffallend in diesem Haus waren die Glasfenster sowie im Keller die niedrige Decke und die niedrigen Türrahmen, bei denen so mancher den Kopf einziehen musste. In der darauf folgenden Mittagspause buken wir Stockbrot und schrieben mit Feder und Tinte. Unsere letzte Station war ein weiteres Haus, das etwas außerhalb des Forts lag und in dem wir in drei verschiedenen Gruppen jeweils drei verschiedene Stationen bearbeiteten. Während die eine Gruppe Cookies buk, hämmerte die andere Namen und Bilder in kleine Lederanhänger und eine weitere Gruppe schaute sich Gegenstände aus dem damaligen Alltag an und versuchte herauszufinden, worum es sich dabei handelte, was teilweise sehr schwierig war.
S.P. & Y.A.

Montag, 12. Oktober 2009

Wo wohnen eigentlich die Lehrer?

Auch die begleitenden deutschen Lehrkräfte haben natürlich ihre Gastfamilien. In der Regel werden sie von denjenigen kanadischen Lehrkräften beherbergt, die beim kommenden Rückaustausch die kanadischen Schüler nach Deutschland begleiten werden. Im Unterschied zu den Schülern findet hier in Kanda ein Wechsel der Lehrerbetreuung nach etwa der Hälfte der Zeit statt.
So bin zum Beispiel ich am Sonntag in das Haus des Schulleiters der Onoway Highschool eingezogen. Das Bild zeigt ihn bei einem Spaziergang am heutigen Thanksgiving-Montag vor seinem Haus (hinten links) und neben seinem in diesem Blog schon an anderer Stelle erwähnten Königspudel. Mr. Hetherington ist gleichzeitig Dreh- und Angelpunkt des Austauschprogramms auf kanadischer Seite. Für die glänzende Organisation unseres Aufenthaltes sei ihm an dieser Stelle schon einmal ein herzliches Dankeschön gesagt.

Der erste Teil des Austauschprogramms GSD - OHS 2009/10 geht nun mit großen Schritten seinem Ende entgegen. Nach dem langen Wochenende trifft sich die deutsche Gruppe in wenigen Stunden wieder an der Onoway Highschool, um wie berichtet das Fort Edmonton zu besuchen. Ein Ausflug am Mittwoch hat u.a. das Royal Alberta Museum in Edmonton zum Ziel sowie die Provincial Legislature of Alberta. Für den Donnerstag sind Aktivitäten in der Schule geplant, abends wird ebendort der Abschied aus dem kanadischen Land gefeiert. Am Freitagmorgen wird es dann heißen, einen der gelben Schulbusse mit all unserem Gepäck zu beladen und gegen 11 Uhr die lange Reise zurück in den alten Kontinent anzutreten.
"Enjoy!"
jp

Samstag, 10. Oktober 2009

Weitere Bilder aus Onoway ...

... auf der Homepage unserer Partnerschule
und ein Artikel mit Bild auf der Internetseite des Dieburger Anzeigers.

B.C. Lions gewinnen in letzter Sekunde

Freitag, 09. Oktober

Die Einheimischen erklären uns, dass die Kälte mit Blick auf das Kalenderdatum ungewöhnlich früh hereingebrochen und die Thermometersäule vor einigen Wochen noch oberhalb 30°C stehengeblieben sei. Dies half uns allerdings nicht entscheidend dabei, der Kälte, die sich zudem mit einem ordentlichen Wind verband, zu trotzen, als wir Freitagabend im offenen Stadion saßen, um das Footballmatch der Edmonton Eskimos gegen die British Columbia Lions zu erleben.
Doch bevor es so weit war, fuhren die deutsche Gruppe und einige kanadische Austauschschüler mit einem komfortablen Reisebus von der OHS aus nach Edmonton, um dort zwei ältere Damen aufzunehmen. Diese vermittelten uns dann in der folgenden 3-stündigen Tour kreuz und quer durch Edmonton einiges an "Insiderwissen" zu ausgewählten Orten. Wir verstanden diesmal jedes Wort - denn die Sprecherin war, wenn auch vor Jahrzehnten, in Deutschland aufgewachsen und kommentierte auf deutsch.
Mehrere Stopps erlaubten uns, schöne Aussichten auch digital zu speichern und einen Vorgeschmack von der kalten Brise zu bekommen.
Im Anschluss an die Rundtour hatte jeder etwas freie Zeit in der Kingsway Garden Mall in Edmonton.
Einige Schüler verabschiedeten sich nun schon von der Gruppe, denn das Thanksgiving-Wochenende mit dem Montag als zusätzlichem Feiertag wird von einigen Familien dazu genutzt, etwas ausgiebigere Ausflüge zu unternehmen und eventuell dabei Verwandte zu besuchen.
Der Rest der Truppe machte sich nun auf, das erwähnte Football-Game zu sehen - nicht zu verwechseln mit dem Lieblingssport der Deutschen, Fußball, der hier "soccer" heißt.
In weiser Voraussicht waren Decken und mehrfach Jacken und Hosen mitgebracht worden, denn die reine Spielzeit von 4 mal 15 Minuten wird von der Gesamtspielzeit, bedingt durch Wechselpausen, Spielpausen, Werbepausen, Showeinlagen, um ein Vielfaches übertroffen.
Die Tapfersten harrten die komplette Spielzeit von 7 p.m. bis 10:15 p.m. aus! - und konnten somit den für die kanadischen Fans enttäuschenden "touchdown" der Lions in den letzten Spielsekunden verfolgen, der den Spielstand von 31:27 auf 31:33 veränderte. Der anschließende erfolgreiche "kick" durch die "goal posts" besiegelte den Endstand von 31:34 für die Gäste aus der Nachbarprovinz British Columbia.
Fazit: Für den Durchschnittseuropäer erschließt sich eine begeisternde Ästhetik des Spiels noch nicht beim ersten Zuschauen.

Samstag, Sonntag und Montag wird jeder in seiner Familie verbringen, das nächste Zusammentreffen der deutschen Gruppe wird am Dienstag stattfinden. Mit Treffpunkt OHS 9 a.m. ist die Abfahrt nach Edmonton zum Fort Edmonton Park geplant.
In der Zwischenzeit wird es denn voraussichtlich auch in diesem Blog ein wenig ruhiger zugehen.
jp.

Donnerstag, 8. Oktober 2009

Ukrainian Cultural Heritage Museum

Heute fuhren wir ueber eine Stunde durch das total verschneite Alberta zum Ukrainian Cultural Heritage Center, das sich 50 km oestlich von Edmonton befindet. Es ist ein Museumsdorf, das die Immigration der Ukrainer nach Kanada Anfang des 20. Jahrhunderts zeigt.

Zwei typisch ukrainisch gekleidete Frauen gaben uns eine Fuehrung ueber das Gelaende und zeigten uns Nachbauten von Haeusern, die die Ukrainer kurz nach ihrer Ankunft in Kanada gebaut haben.
Dann gab es eine Mittagspause, in der wir typisch ukrainisches Essen (Bortschsch und Piroggen) probieren konnten. Die meisten allerdings entschieden sich fuer typisch amerikanisches Essen (Hotdog und Cheeseburger) :-).



Nach dem Essen fuehrten wir ein Rollenspiel durch. Jeder schluepfte in die Rolle eines ukrainischen Bauern und musste entscheiden, ob er sein Land verlassen will, und wenn ja, in welches andere er auswandert. Er hatte die Wahl zwischen Kanada, USA, Brasilien und Deutschland. Die meisten waeren jedoch in der Ukraine geblieben.

R.K., M.L., A.W.



Mittwoch, 7. Oktober 2009

Telus World of Science

Heute besuchten wir das "Telus World of Science", ein Museum in Edmonton, in dem man viel selbst ausprobieren kann. Einer der typischen gelben Schulbusse brachte uns dorthin.













Das Museum erklaert anschaulich die unterschiedlichsten Phaenomene aus den Bereichen
Raumfahrt, Physik, Biologie, Mathematik, Geschicklichkeit und vieles mehr. Wir haetten gerne noch mehr Zeit in den Raeumen verbringen koennen als die vorgesehenen zwei Stunden des Vormittags.
Nach dem Mittag sahen wir uns in einem IMAX Kino, das sich ebenfalls im Museum befindet, einen beeindruckenden Film ueber das Leben auf der internationalen Raumstation ISS an.
Y.A., S.P.











Dienstag, 6. Oktober 2009

Grand Tour of Onoway

Am Dienstag (6. Oktober) trafen wir uns in der Bibliothek der OHS. Principal Hetherington erklaerte uns den geplanten Ablauf des Tages.

Wir bekamen einen Quizbogen ueber Onoway und wurden in Gruppen aufgeteilt.

Danach fuehrte uns der Schulleiter durch den Ort, waehrend jede Gruppe fleissig ihren Fragebogen ausfuellte, denn schliesslich sollte es Preise geben.

Nach dem "Lunch" gingen wir zu dem Buergermeister George Jendyk, der uns sehr freundlich empfing und jedem eine Praesentmappe persoenlich ueberreichte.


Der letzte Stopp an diesem Tag war die Onoway Elementary School, die sich gleich neben der OHS befindet. Dort fuehrte uns Mrs. Hetherington (die Frau "unseres" Rektors) herum.

Wir schauten uns kurz den Unterricht einer Klasse sowie den Musikraum an. Danach gingen wir den Naturgewalten trotzend (es stuermte und regnete heftig) zurueck zur Schule.

K.B., M.W.






















Montag, 5. Oktober 2009

School and Beyond

Heey!
Heute hieß es 6:45 Uhr aufstehen ... frühstücken und ab zum Schulbus. Die Schule beginnt hier erst um 8:55 Uhr. Wir müssen allerdings schon relativ früh aufbrechen, da die Entfernungen groß sind.
In der Schule gingen wir heute (Montag, 5. Okt.) mit unseren Austauschpartnern in den jeweiligen Unterricht. Die kanadischen Schüler haben jeden Tag die gleichen Unterrichtsstunden. Ein Schulstunde dauert 84 (!) Minuten und ist somit für unsere Verhältnisse unendlich lang!













Nach zwei Schulstunden heißt es "Lunchtime". Wir haben alle riesige Lunchpakete von unseren Gastfamilien dabei, welche wir dann in der Cafeteria essen können.



Nach weiteren zwei Stunden (à 84 min.) ist die Schule (um 15:30) vorbei, und wir fahren mit unseren Austauschpartnern nach Hause.
Dort sind dann wieder "Gastfamilien-activities" angesagt!
L.B.; C.H.